Das ist wie Fahrradfahren: wenn du beim Fahren überlegst, was du tun mußt, um nicht umzufallen, liegst du ganz schnell auf der Schn***e.
D.h. gute Fotos enststehen, wenn der Fotograf das Bild schon vor dem Auslösen im Kopf hat und über Gestaltungsrichtlinien nicht mehr nachdenken muß. Vor dem Auslösen steht der Prozess des Sehens. Man sieht nur das (richtig), was man auch kennt und man kennt nur das, wofür man sich auch interessiert. D.h. du mußt irgendeine Beziehung zu dem Motiv haben. Wichtig ist auch zu wissen, was man mit dem Bild erreichen will.
Lies mal das dazu:
http://www.oih.rwth-aachen.de/AGs/FOTOAG/feininger.htmlAbsehen davon wirkt ein Bild manchmal erst dann, wenn man bewußt die alten Regeln bricht. Es kommt nicht darauf an, dass das Foto einem Buchautor gefällt. Ein Foto muss auffallen, um beachtet zu werden - und das klappt manchmal (nicht immer) besser, wenn man gegen den Strom schwimmt.
Du kommst nur weiter, wenn du fotografierst, versuchst deinen Stil zu finden und deine Bilder mit anderen diskutierst. Die Verwandschaft taugt dafür wenig, viele Fotocommunities auch nicht, weil es in ein gegenseitiges Lobhudeln ausartet.
Eine andere Herangehensweise ist, sich Bildbände anzusehen, die dich ansprechen und dann bei jedem Bild zu überlegen, WARUM es dich anspricht. Beleuchtung, Bildausschnitt, Arrangement etc.
Wenn du willst, schaue ich mir das ein oder andere Bild an. Ich bin auch im Forum
http://www.foto-faq.de/forum/index.php zu erreichen, wo Bilder hochgeladen werden können. Vielleicht gefällt dir ja dort der Umgangston.
Ich bin jetzt nicht auf die technische Seite eingegangen. Das Wissen um Belichtungszeit, Blende, Brennweite etc. ist reines Handwerkszeug; das sollte man natürlich beherrschen.
Gruß
Rainer